Ich glaube, dass es keine andere Krankheit der Zeit gibt als Unwissenheit und Unredlichkeit, und dass alles Übel, das in jüngster Vergangenheit die Welt heimgesucht hat, allein von diesen zwei Dingen gekommen ist.
Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur soviel, als er sich selbst geltend macht.
Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.
Wenn Heiligkeit genügen würde, die Welt zu erlösen, dann wäre sie schon längst erlöst worden.
Die Welt besser zu bestehen, setzt eine Lebensleidenschaft voraus: die Neugier. Sie riskiert es, dem Anblick der Gorgo in Gestalt der menschlichen Geschichte zu trotzen.
Lug und Trug ist der Welt Acker und Pflug.
Wer sich auf die Welt verlasst, hat den Aal beim Schwanz gefasst.
Das beste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld.
Die Welt lässt sich nicht mit dem Paternoster regieren.
Und wer, wie der Zugvogel, Rettung sucht durch Wechsel des Ortes, der findet sie nicht, denn für ihn ist die Welt überall gleich.
Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
Die Welt ist nicht schlimmer und nicht besser, als sie vor tausend Jahren war und nach tausend Jahren sein wird.
Verliebte sehen in der Welt nur sich; doch sie vergessen, dass die Welt sie sieht.
Die Welt ist eine Pulverfabrik, in der das Rauchen nicht verboten ist.
Dass treulos ist die Welt, bleibt keinem Blick verborgen.
Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.
Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.
Die Welt ist voller Ungerechtigkeit. Und die von der Ungerechtigkeit profitieren, haben die Macht, Belohnungen und Bestrafungen zu bestimmen.
Nicht durch die Feindschaft kommt in dieser Welt Feindschaft zur Ruhe. Durch Nichtfeindschaft kommt sie zur Ruhe.
Der Sturm sprach einst: "Ich kenne die Welt, denn ich zerpflücke sie." Da sprach der Reif: "Ich kenne die Welt, denn ich erdrücke sie." Die Sonne lacht: "Ich kenne sie besser. Ich beglücke sie!"
Das einzige Mittel, die Welt zu verbessern, ist die Erfüllung der nächstliegenden Pflichten, nicht die Jagd nach großen, in der Ferne gesuchten Zielen.
Die Made hält ihren Käse für die Welt.
Kinderland, du Zauberland, Haus und Hof und Hecken. Hinter blauer Wälderwand spielt die Welt Verstecken.
Die Welt ist schön und es lohnt sich, für sie zu kämpfen.
Die Welt hat sich auf die Begriffe Rechts und Links versteift und dabei vergessen, dass es auch noch ein Oben und Unten gibt.
Auf Minne und auf Gewinne stehn ganz der Welt die Sinne.
Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.
... nur rühr' nicht an den Schlaf der Welt!
Wer sich an andere hält, dem wankt die Welt. Wer auf sich selber ruht, steht gut.
Wem zu Hause nicht wohl ist, dem wird selbst das Vaterland zu enge. Er verläuft sich in der Welt als Irrwisch.
Bleib' nicht auf ebnem Feld! Steig' nicht so hoch hinaus! Am schönsten sieht die Welt von halber Höhe aus.
Wie rühm' ich diese "beste Welt" von allen? So rühm' ich sie, dass sie erschaffen sei so schlecht wie möglich, ohne zu zerfallen. Um ein Haar schlechter, und sie ging entzwei.
Das entschieden Charakteristische dieser Welt ist ihre Vergänglichkeit.
Oh Welt, bei deinen Sachen, ist Weinen mehr als Lachen!
Die Welt ist wie ein Meer; ein jeder geht und fischt, nur dass den Walfisch der, den Stockfisch er erwischt.
Wer eine Zeit lang Skandal erregt, glaube nicht, dass er die Welt bewegt.
Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu begreifen.
Halte dich sauber und hell! Du bist das Fenster, durch das du die Welt sehen musst!
Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.
Wehe, die Welt ist alt, und der Abend für die menschlichen Dinge ist gekommen; und wer jetzt geboren wird, erhält Vernunft und Bewegung zu spät.
Alles in der Welt vergeht, und kaum noch Spuren lässt.
Die größten Tragödien in der Welt und im Leben des Einzelnen entspringen Missverständnissen.
Trinkt, oh Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt!
Es wäre wenig in der Welt unternommen, wenn man nur immer auf den Ausgang gesehen hätte.
Alle Welt klagt über den Journalismus, und jedermann möchte ihn für sich benutzen.
Es gibt eine unsichtbare Welt, die die sichtbare durchdringt.
Die kleinen Diebe hängt man auf, die großen lässt man laufen. Wär' umgekehrt der Welten Lauf, würd' ich mehr Strick verkaufen.
Die Leute schreien immer soviel jetzt, die Welt wäre so schlecht. Das kann ich gar nicht finden. Wenn man nur selbst immer recht gut zu den Menschen ist, da findet man auch welche, die es wieder sind.
Je mehr einer die Menschen und ihre Welt liebt, um so mehr will er sie verbessern.
Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.
Abend wird es wieder: Über Wald und Feld säuselt Frieden nieder, und es ruht die Welt.
Die Unendlichkeit der Schöpfung ist groß genug, um eine Welt oder eine Milchstraße von Welten gegen sie anzusehen, wie man eine Blume oder ein Insekt in Vergleichung gegen die Erde ansieht.
Die lächerlichsten aller Träume sind die Träumereien der Weltverbesserer.
Es gibt in der Welt selten ein schöneres Übermaß als das in der Dankbarkeit.
Schreiben heißt die Welt enthüllen und sie gleichzeitig der Großherzigkeit des Lesers als Aufgabe anheimstellen.