Der Mensch kann sich nicht umschaffen, ohne zu leiden, denn er ist beides, der Marmor und der Bildhauer.
Nicht das ist der Schmerz: dass wir aus dem Paradiese vertrieben wurden; sondern dass wir es besessen haben.
Der Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg und lehrt sie mit ihrem eigenen Leid spielen.
Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.
Wir fühlen den Schmerz, aber nicht die Schmerzlosigkeit; die Sorge, aber nicht die Sorglosigkeit; die Furcht, aber nicht die Sicherheit.
Ich weiß kein schöneres Gebet als das, womit die altindischen Schauspiele schließen: Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben.
Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.
Gesundheit kommt vom Herzen, Krankheit geht zum Herzen.
Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.
Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.
Die Zeit heilt Schmerzen und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert. Weder der Beleidiger noch der Beleidigte bleiben, was sie einmal waren.
Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert. Aber es muss ein bißchen irgendwelcher Krankheit in ihn kommen, dass er auch geistig schön werde.
Sei hochbeseligt oder leide: Das Herz bedarf ein zweites Herz, geteilte Freud' ist doppelt Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz.
Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.
Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen, Spinnen am Abend erquickend und labend.
Von Krankheit mag der Körper wohl gesunden; doch Seelenschmerz heilt nicht wie Leibeswunden.
Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, dass ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.
Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.
Das kleinste Übel, wenn man's verachtet, kann sich schmerzlich rächen.
Wie groß der Leiden Zahl, die auferlegt dem Herzen; doch bleibt die größte Qual, zu lächeln unter Schmerzen.
Es können die Gemütskrankheiten nur, wo Gemüt ist, sich verbreiten; drum gehen auch, zu unserm Glück, Gemütskrankheiten stark zurück.
Die schlimmsten Schmerzen sind auf Erden, die ausgeweint und ausgeschwiegen werden.
Die größte Krankheit der Seele ist die Kälte.
Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne und jeder weint eigentlich für sich selbst.
Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel, die uns manchen Kummer ersparen kann.
Es ist kein Schmerz so tief verborgen, er wirft doch seinen Widerschein noch in den schönsten Tag hinein.
Der bitterste Kummer auf der ganzen Weit ist der, wenn man bei aller Einsicht keine Gewalt in den Händen hat, das Vorausgesehene abzuwenden.
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.
Das hat die Freude mir dem Schmerz gemein, dass sie die Menschen der Vernunft beraubt.
Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.
Schmerz ist oft mehr Wollust als Schmerz.
Werke des Geistes werden mit Schmerzen empfangen und mit Entzücken geboren.
Wer das Morgen nicht bedenkt, wird Kummer haben, bevor das Heute zu Ende geht.
Gleich wichtig ist es, sich bei der Freude wie beim Schmerz zu mäßigen.
Läddt man sich von der Lust besiegen, so gelingt das auch dem Schmerz, der Arbeit, der Armut.
Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.
Die Freude und der Schmerz, die stritten um die Wette, wer an das Menschenherz das größte Anrecht hätte. Da trat die Lieb' hinzu und sprach: Oh, lasst das Streiten! Mein ist das Menschenherz, ihr sollt es nur begleiten.
Was liebt, das betrübt; was herzt, das schmerzt.
Das Purpurkleid ist oft gefuttert mit Herzeleid.
Gehabte Schmerzen - die hab' ich gern.
Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.
Die Krankheit sagt uns was wir sind.
Vom Leiden einmal abgesehen, sind Krankheiten als Wegweiser durchaus gesund.
Aus einem tiefen Weltschmerz reißt uns zuweilen sehr wohltätig ein kleines Alltagsärgernis.
Steht dir ein Schmerz bevor, oder hat dich bereits ergriffen, so bedenke, daß du ihn nicht vernichten kannst, indem du dich von ihm abwendest! sieh' ihm fest ins Auge!