Wer sucht der findet ?

Lustige Texte: Wer sucht der findet ? . Witzige Geschichten und Texte für gute Laune.

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Inhalt

Es ist also Schluss, naja, das hat sich ja schon angebahnt. In den letzten Wochen sind wir uns doch nur noch aus dem Weg gegangen oder gestritten. Eigentlich ist es die beste Lösung, denn eine Beziehung war es doch eh nicht mehr. Ärgerlich ist, dass sie schon wieder einen anderen hat. und ich bin allein. Bestimmt hat sie mit dem schon eine ganze Weile was - Miststück! Egal, endlich habe ich wieder meine Freiräume – mal wieder mit den Freunden richtig einen draufmachen – wer braucht die Frauen schon.
Einen Monat später: Die Freunde sind in der letzten Zeit gar nicht in der Stimmung auf High Live und möchten lieber mit ihren Girls was unternehmen. Naja, Romantik ist ja auch ganz nett ... Irgendwie total ätzend so allein. Hm ... am Wochenende suche ich mir eine Frau – Liebe ist mir egal – Hauptsache nicht mehr allein... Ich brauche coole Klamotten. In dem Zeug, das mir meine Ex angedreht hat, sehe ich ja aus wie ein Vertreter – wie konnte ich nur so rumlaufen? Vielleicht klappt's ja schon beim Shoppen, in den Modeläden treiben sich doch genug Frauen rum … Ok – 400 Mark ärmer – keine kennen gelernt – aber durchgestylt. Morgen Disco - baggern!
In der Disco: Ich fühle mich wie James Dean. erst mal einen Drink – muss cool aussehen, aber ohne Alkohol. - Ich vertrage nicht allzu viel und muss meine Sinne bewahren. Hmmh - hier läuft ja richtig was rum - vielleicht die Kleine dort im Durchgang - oh, Mist, da klebt schon einer dran ... Hui, was ist das das denn? Die spreche Ich an: "Hallo, du hübsches Wesen. Wenn ich heute Abend Dein persönlicher Diener wäre, mit Dir tanze und mich von meiner besten Seite zeige – darf ich Dich dann an die Bar entführen?"… Boah, kein Versprecher. Aber was ist das? Bin ich unsichtbar? Die reagiert gar nicht! Werde ich jetzt etwa rot? Wieso starren mich alle an? Ich gucke interessiert irgendwohin, tue so, als hätte ich jemanden entdeckt, und gehe in diese Richtung. Die folgenden Versuche scheitern in ähnlicher Weise. Wenigstens einer durfte ich gleich einen ausgeben, bevor sie mit Ihrer Freundin verschwand... Ich gehe allein tanzen, soll mal sehen, wie ich meinen sportlichen Körper bewegen kann. Mal sehen, was sich so antanzen lässt. … Nichts! … Was tue ich hier eigentlich? Ich tanze seit einer Dreiviertelstunde, mehr oder weniger allein zu dieser hässlichen Musik… Jetzt reicht's! Ich fahre nach Hause – nächste Woche klappt's bestimmt.
Ein viertel Jahr später: Nach mehreren deprimierenden Discoerlebnissen, sehe ich endgültig ein, dass ich zum Alleinsein verdammt bin. Meine Freunde wollen nächste Woche in die Disco - na toll! Mir egal, ich fahre mit und werde mich hochprozentig abschießen.
Mal wieder hier, an dem Ort – wo mein Selbstbewusstsein starb: Ich habe vier Bier weg und fühle mich gegen meine Erwartungen noch ganz gut… Ich amüsiere mich wirklich – wir lachen und analysieren das hautenge Modebewusstsein der emanzipierten Frauen … Schätzungsweise zwei Stunden und vier Bier später … Ich kann noch stehen und starre auf eine, die ca. 4 Meter vor mir auf der Tanzfläche tanzt … 10 Minuten später ist sie nackt – nein, doch nicht, es war eine Halluzination – schade! Ich brauche noch ein Bier. Beim Versuch, in meine Tasche zu greifen, um Geld zu suchen, berührt mein Ellenbogen etwas Weiches. Ich drehe mich um und sehe Zwillinge, die mich böse ansehen. Ich entschuldige mich – während sich die Zwillinge irgendwie zusammenschieben. Jetzt steht nur noch eine Frau vor mir. Sie lächelt und fragt mich nach Feuer. Ich glaube, dass ich rauche und greife also in meine Tasche … fühle dort etwas quaderförmiges aus Plastik und gebe ihr das. Sie meint, ihr Atem wäre ganz gut und ich solle lieber selbst ein Tic Tac essen. Ich entschuldige mich abermals und erkläre das Missgeschick damit, dass Ich etwas getrunken habe. Sie behauptet doch tatsächlich, dass man das sehen würde… Da ich das Feuerzeug in meiner Zigarettenschachtel gefunden habe, stecke ich mir auch eine an. Ich bemerke ihren Ausschnitt und sie meinen Blick. Sie sagt, sie hätte auch hübsche Augen – das stimmt. Um mich nicht nochmal zu entschuldigen, fordere ich sie zum Tanzen auf – sie stimmt zu und zieht mich auf die Tanzfläche. Wir haben gerade ein Lied hinter uns, da bedankt sich der DJ für die tolle Stimmung und dass wir alle vorsichtig nach Hause fahren sollten... Ich muss wohl etwas traurig wirken, denn sie schreibt mir mit Eyeliner Ihre Telefonnummer auf meine Zigarettenschachtel. Ich verspreche, sie anzurufen – gleich morgen – sie glaubt mir nicht. Wir wetten um ein Glas Wein, dass ich es tue.
Der Tag danach: Ich wache am Nachmittag auf. Der Raum, in dem ich mich befinde, kommt mir bekannt vor – ich bin wohl zu Hause. Ich stehe auf und koche mir einen Kaffee – erst mal eine Zigarette. Was ist das für eine lange Zahl auf der Schachtel – mein Gehirn arbeitet langsam – Achse, die Telefonnummer. Ich lege die Schachtel weg und bemitleide mich wegen meines Katers. Am Abend greife ich doch zum Telefon und höre Ihre Stimme, sie hat ein Glas Wein verloren. Ich sage ihr, dass ich nicht trinke – sie lacht. Ich frage Sie, ob ich sie mal besuchen kann – ja. Wir verabreden uns in einem Café. Ich sage „ok“ und „tschüss“ und dass ich mich freue. Ich lege auf.
Ich versuche den letzten Abend zu rekonstruieren: 1.hättehatte alte Klamotten an. 2. Ich lief rum wie ein besoffener Schlumpf. 3. Ich bin innerhalb einer Minute in drei Fettnäpfe getreten. ICH HABE EIN DATE!
Weiterer Verlauf: Sie ist auch nüchtern betrachtet eine absolut schöne Frau. Wir lernten uns näher kennen, verliebten uns und wurden ein Paar. Das Ganze hielt zwei Jahre.